Gold startet überraschende Gegenoffensive! Trump kündigt bedeutenden Nahost-Vorteil an – Gold schießt um 100 US-Dollar nach oben und nähert sich 4600
Am Freitag (29. Mai) setzte der Kassapreis für Gold (XAU/USD) seine Erholung fort, während Händler die neuesten Aussichten auf eine mögliche Einigung zwischen den USA und dem Iran genau bewerteten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung setzte der Kassagoldpreis nach dem Erreichen des Zwei-Monats-Tiefs von 4366 US-Dollar am Donnerstag zu einer kräftigen Erholung an und erreichte intraday ein Hoch von 4595,35 US-Dollar pro Unze (UTC+8).

(Bildquelle: FX168)
Die Risikostimmung am Markt ist deutlich aufgehellt. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump am Freitag erklärt, dass die „Seeblockade gegen den Iran nun bald aufgehoben“ werde. Zudem betonte er, dass er in den Situation Room des Weißen Hauses gehe, um eine „endgültige Entscheidung“ in der Iran-Frage zu treffen. Am Donnerstag berichtete Axios, dass die USA und der Iran eine auf 60 Tage befristete Absichtserklärung (MOU) unterzeichnet hätten. #Iran-Krise im Fokus#
Erste Anzeichen auf ein Waffenstillstandsabkommen – Ölpreis verzeichnet ersten Monatsrückgang seit fünf Monaten
Nach vorliegenden Informationen wird durch dieses Abkommen die aktuelle Waffenstillstandsfrist verlängert und der wichtige Schifffahrtsweg durch die Straße von Hormus wieder geöffnet. In den kommenden 60 Tagen wollen die USA und der Iran weiterhin über das iranische Atomprogramm verhandeln. Allerdings berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, dass das Abkommen bislang weder endgültig bestätigt noch offiziell bestätigt sei.
Infolge dieser Entwicklung gaben die internationalen Ölpreise deutlich nach. WTI-Rohöl pendelt derzeit um die 85 US-Dollar pro Barrel und steuert auf den ersten monatlichen Rückgang seit fünf Monaten zu. Dennoch bleibt die Sorge vor Inflation bestehen, da das aktuelle Preisniveau weiterhin deutlich über dem Vorkriegsniveau liegt.
Zuvor hatte der US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag mitgeteilt, dass Trump drei zentrale Bedingungen für eine Einigung gestellt habe: Der Iran muss die Straße von Hormus wieder öffnen, sein angereichertes Uran abgeben und das komplette Atomprogramm einstellen.
US-Dollar-Index fällt von Hoch, Fed-Falken dämpfen Goldpreis
Die Verbesserung der Waffenstillstandserwartungen hat den US-Dollar merklich unter Druck gesetzt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Dollar gegenüber sechs führenden Währungen abbildet, erreichte am Donnerstag mit 99,54 ein Sieben-Wochen-Hoch, notiert jedoch mittlerweile unterhalb der jüngsten Schwankungsbandbreite und handelt zur Zeit der Veröffentlichung nahe 98,80 (UTC+8).
Obwohl der US-Dollar nachgab, könnte das Aufwärtspotenzial für Gold weiterhin begrenzt bleiben, da das hohe Ölpreisniveau für falkenhafte Fed-Signale sorgt und den Goldpreis bremst. Gold steht somit vor dem dritten Monat in Folge mit einem Monatsverlust. Die neuesten US-PCE-Inflationsdaten festigen die Markterwartung zusätzlich, dass die Fed die Zinsen angesichts einer weiterhin über dem 2%-Ziel liegenden Inflation noch länger hochhalten dürfte.
Am Freitag äußerten sich mehrere Fed-Vertreter erneut restriktiv. Jeff Schmid, Präsident der Kansas City Fed, sagte, dass die Entscheidungsträger „abwägen müssen, wie die Geldpolitik restriktiver werden kann“ und betonte, dass die Fed „klare Signale zur Senkung der Inflation“ senden müsse. Anna Paulson, Präsidentin der Fed von Philadelphia, äußerte: „Die Inflation ist zu hoch, sie war schon vor Ausbruch des Krieges zu hoch. Ein stabiler Zinssatz gibt der Fed Raum zur Auswertung der Daten.“ Sie hält die aktuelle Geldpolitik für „gut positioniert“.
Da der US-Wirtschaftskalender am Freitag vergleichsweise wenig hergibt, wird die weitere Entwicklung des Goldpreises vollständig von den öffentlichen Aussagen der Fed-Vertreter und den neuesten Schlagzeilen zu den US-Iran-Gesprächen abhängen.
Technische Analyse: Gold erholt sich vom Zwei-Monats-Tief, kurzfristig neutral volatil

(Bildquelle: FXStreet)
Aus technischer Sicht befindet sich Kassagold (XAU/USD) aktuell knapp unterhalb der einfachen 20-Tage-Bollinger-Band-Durchschnittslinie (ca. 4587,97 US-Dollar), was auf eine kurzfristig neutrale bis schwache Tendenz hindeutet und durch diese Mittellinie begrenzt wird; das untere Bollinger-Band nahe 4414,50 US-Dollar bietet einen weiter entfernten Volatilitätssupport.
Momentum-Indikatoren: Der Relative Strength Index (RSI) bewegt sich aktuell um die 48, was auf ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären hindeutet. Der Average Directional Index (ADX) liegt um 24 und signalisiert, dass die übergeordnete Trendstärke angesichts der aktuellen Konsolidierung im oberen Bollinger-Band-Bereich eher schwach ist.
Widerstände nach oben: Sollte der Goldpreis weiter steigen, trifft er zunächst direkt auf die 20-Tage-Durchschnittslinie bei etwa 4588 US-Dollar (UTC+8). Gelingt ein Ausbruch, stellt das obere Bollinger-Band bei etwa 4761 US-Dollar eine weitere wichtige Widerstandszone für eine Hausse-Erweiterung dar.
Unterstützungen nach unten: Fällt der Goldpreis zurück, ist im Bereich des unteren Bollinger-Bands bei etwa 4415 US-Dollar mit unmittelbarer Nachfrageunterstützung zu rechnen (UTC+8). Wird dieses Niveau durchbrochen, könnte eine tiefere Korrektur im Rahmen einer ausgedehnteren Seitwärtsstruktur folgen.
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